KITA, DONAUESCHINGEN 1/5 Infos

Wettbewerb in Zusammenarbeit mit Diezinger Architekten

Visualisierungen: Matthias Oberfrank (www.landstrich.eu)

Städtebauliche und freiräumliche Idee

Die vorgeschlagene Gebäudekubatur leitet sich vom Städtebaulichen Rahmenplan ab. Dabei wird die „Rückseite“ des Gebäudes zur Alemannenstraße hin situiert und schirmt somit die Kita von den Einwirkungen des Straßenverkehrs ab. So entsteht im Südwesten ein geschützter Aufenthaltsbereich für die Kinder. Die Topografie bleibt dabei quasi unverändert und stuft sich weiterhin von Nordosten zum Spielhof im Südwesten ab. Durch die Situierung des Gebäudes nach Südwesten wird eine maximale Ausrichtung zum sich Richtung Süden entwickelnden Grünzug hin ermöglicht. Das Gebäude soll wie im Rahmenplan vorgesehen, zwei Vollgeschosse haben. Es bildet somit den Auftakt für die dreigeschossigen Wohnbebauungen im Süden des Areals. Die Dachform als flaches Satteldach leitet sich aus der umliegenden Bebauung ab, wo sich Satteldächer neben Walmdächern und Flachdächern befinden. Das flache Satteldach hebt die Kita als Sonderbau hervor. Durch die Situierung der Gebäudekubatur im nordöstlichen Bereich des Grundstücks ist es möglich, im Süden zwei große Spielbereiche für die Kinder unter 3 Jahren und für die Kinder über 3 Jahren auszubilden. Die geforderten 12 PKW Stellplätze befinden sich im nördlichen Bereich und der Eingangsbereich liegt diesem Zugeordnet auf der nördlichen Längsseite.

 

Funktionale Aufteilung und Bauabschnitte

Das Gebäude wurde generell so konzipiert, dass alle Gruppen mit Kindern unter 3 Jahren im EG angeordnet sind und die Gruppen mit Kindern über 3 Jahren sich im OG befinden. Die unter 3-jährigen haben somit einen leichteren Zugang zum Außenbereich und allen anderen Einrichtungen. Die beiden Zugänge zum Garten ermöglichen einen direkten Zugang zu den einzelnen Spielbereichen. Der Östliche, größere Gartenzugang ist zusätzlich als Schmutzschleuse ausgestattet, die im Schlechtwetterfall von allen Kindern benutzt werden kann. Alle funktionalen Räume wie Küche, Lager und WCs sind im Erdgeschoss des nördlichen Gebäudeteils angeordnet. Das Foyer und die Mehrzweckräume befinden sich zentral im Erdgeschoss. Die Mehrzweckräume sind zusammenschaltbar und bilden das Bindeglied für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts. Die Technik und der Wasch- bzw. Trockenraum befinden sich in einem teilunterkellerten Bereich. Der zweite Bauabschnitt schließt das Gebäude zu einem L-Winkel ab. Somit orientiert sich das Gebäude zu dem Südwestlichen Spielhof hin.

 

Konstruktion und Materialwahl

Das Gebäude ist teilunterkellert und steht auf einer Beton Bodenplatte. Alle Geschoße sollen in Holzbauweise mit vorgefertigten Holzelementen und Brettsperrholzdecken realisiert werden. Die Außenhülle soll als stumpf gestoßene Holzschalung realisiert und die Innenwände mit weiß lasierten Dreischichtplatten beplankt werden. Die Böden werden mit verschiedenfarbigen Kautschukbelägen versehen.