EVANGELISCHES GEMEINDEHAUS, MARKTOBERDORF 1/5 Infos

Städtebauliche Idee und Erschließung

Durch den Abbruch des bestehenden Jugend- und Gemeindehauses kann das Ensemble mit Pfarrhaus und Kirche städtebaulich neu konfiguriert werden. Durch die Neuordnung des Grundstücks entsteht ein Vorplatz mit Hauptzugang, als auch ein geschlossener Innenhof.

Eine Außenwand aus Stampflehm umschließt das Gemeindezentrum im Bereich der Bahnhofstraße und zum nördlichen Nachbarn und schafft den nötigen Schallschutz. Mit Fassadenöffnungen werden Einblicke auf den öffentlichen Vorplatz, als auch Einblicke in die Gemeinderäume gewährt. Der Hauptzugang befindet sich direkt neben dem Kirchturm.

 

Funktionalität und die verschiedenen Arten der Nutzung

Der vorgeschlagene Entwurf bietet vielfältige Möglichkeiten der Nutzungen. Diese können auch parallel stattfinden, ohne dass eine Beeinträchtigung der jeweiligen Nutzung erfolgt.

Im Allgemeinen soll das neue Gemeindehaus eine möglichst große Offenheit symbolisieren. Das Foyer fungiert als Begegnungsfläche, an der die jeweiligen anderen Räumlichkeiten angebunden sind. Von hier aus ist sowohl die Küche mit Kirchenkaffee sowie die Garderobe und die Sanitäranlagen gut erreichbar. Bei großen Festen dient das Foyer als Erweiterungsfläche zum Saal. Der Vorplatz ist die Verlängerung dieser Fläche in den Außenraum. Der Innenhof kann ebenfalls vielfältig genutzt werden. Er dient Kunstausstellungen und kann für Gottesdienste im Freien verwendet werden. Der Jugendraum erhält einen separaten rückwärtigen Zugang für eine unabhängige Nutzung.

Die Küche steht allen Veranstaltungen zur Verfügung und ist über die Bahnhofstraße erreichbar.

 

Konstruktion und Materialwahl

Von den Bestandsbauten bleiben lediglich das Pfarrwohnaus, der Verbindungsbau zur Kirche, die Johanneskirche sowie der Turm erhalten. Der Verbindungsbau zur Kirche wird entkernt und erhält die Garderobe. Das neue Gemeindehaus soll zur Straße hin eine Stampflehmwand erhalten. Diese bildet die „harte Außenhaut“ und schützt vor dem Straßenlärm. Die eigentliche Gebäudestruktur wird als Holzbau errichtet. Die Stützen zu den Höfen hin sind verglast und schaffen Sommer wie Winter die Verbindung zum Außenraum.

 

Freiraumkonzept

Im vorgeschlagenen Freiraumkonzept gibt es im Wesentlichen zwei große Plätze, die vielfältig genutzt werden können. Der Vorplatz ist Vorzone zum Foyer und kann bei großen Veranstaltungen im Freien genutzt werden. Er erhält einen Steinbelag. Der Innenhof ist eine grüne Rasenfläche mit einem zentralen Baum. Dieser wird als Ersatz für den ehemaligen Baum im Innenhof gepflanzt. Der Innenhof dient als Ausstellungsfläche für Kunstwerke und kann auch für Gottesdienste im Freien genutzt werden.